Die Brave-Erweiterung einrichten
Die Erweiterung ergänzt das Rechtsklick-Menü von Brave um «In Guard.ch öffnen»: Die Seite läuft danach in einem Wegwerf-Browser in unserer Cloud, nicht in deinem eigenen Brave. Diese Anleitung zeigt Installation, Startvorgang und Team-Rollout.
Ein verdächtiger Link öffnet sich nicht auf deinem eigenen Gerät, sondern in einem lückenlos überwachten Wegwerf-Browser in unserer Cloud. Er streamt live in deinen eigenen Tab. Guard.ch erfasst dabei jede Anfrage, jedes Cookie und jeden Fingerprinting-Versuch der Seite.
An deinem gewohnten Surfverhalten ändert sich nichts: Die Erweiterung bleibt untätig, bis du sie aufrufst, und gibt den Link dann nur zur Untersuchung weiter, mehr nicht. Diese Anleitung zeigt der Reihe nach, was sie zu Brave hinzufügt, was ein Start bewirkt und wie der Team-Rollout abläuft. Danach folgt, was sie kann und was nicht. Zum Schluss zeigt die Anleitung, wie du auftretende Probleme löst.
Was sie zu Brave hinzufügt
- In Guard.ch öffnen. Der Eintrag erscheint im Rechtsklick-Menü, sowohl bei einem Link als auch bei markiertem reinem Text. Eine Phishing-Adresse, die irgendwo als reiner Text auftaucht, landet so direkt in einer Untersuchung, ganz ohne Umweg über die Zwischenablage. Liegen Link und Auswahl gleichzeitig vor, gewinnt der Link.
- Eine Symbolleisten-Schaltfläche. Sie öffnet ein kleines Popup mit einem Eingabefeld zum Einfügen einer Adresse. Dazu kommen genau zwei weitere Punkte: ein Workspace-SSO-Feld für Teams und ein Schnellzugriff auf die Guard.ch-Einstellungen.
- Ein Tastenkürzel. Strg+Umschalt+G unter Windows und Linux, Cmd+Umschalt+G auf dem Mac: löst für die Seite im aktiven Tab eine Untersuchung aus. Jederzeit neu belegbar unter brave://extensions/shortcuts.
Installieren
Brave baut auf Chromium auf: Du installierst dieselbe Erweiterung direkt aus dem Chrome Web Store. Nichts muss danach von Hand eingeschaltet werden:
- Öffne die Guard.ch-Erweiterung im Chrome Web Store.
- Klicke auf Zu Chrome hinzufügen (Brave übernimmt die Store-Beschriftung unverändert) und bestätige mit Erweiterung hinzufügen.
- Optional: Klicke auf das Puzzleteil-Symbol in der Symbolleiste und hefte Guard.ch Companion an, damit die Symbolleisten-Schaltfläche griffbereit bleibt.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Link und wähle «In Guard.ch öffnen»: Das ist der ganze Ablauf, ohne Kontoerstellung und ohne Einstellungsbildschirm.
Willst du lieber erst prüfen, was du installierst? Lade den gepackten Build herunter und entpacke ihn. Öffne brave://extensions und aktiviere den Entwicklermodus. Klicke auf Entpackte Erweiterung laden und wähle im Dialog den entpackten Ordner. Der Unterschied: Diese Version aktualisiert sich nicht von selbst, die Store-Version schon.
Was beim Start passiert
Egal wie der Start ausgelöst wird: Die Erweiterung tut genau eine Sache. Sie öffnet einen neuen Tab auf Guard.ch und übergibt die Zieladresse in codierter Form. Die verdächtige Seite lädt nie in deinem eigenen Brave, stattdessen übernimmt Guard.ch selbst: Es startet einen Wegwerf-Browser in unserer Cloud, streamt ihn live in den Tab und wechselt danach zur Live-Ansicht des Berichts. Die Erweiterung selbst stellt keine eigenen Netzwerkanfragen und hat kein eigenes Konto: Der Tab läuft einfach in deiner normalen, bereits angemeldeten Guard.ch-Sitzung.
Du brauchst dafür nur eine angemeldete Sitzung. Bist du abgemeldet, landet der Tab zuerst auf der Guard.ch-Anmeldung. Auf einem verwalteten Firmengerät führt er direkt zur Anmeldung des Unternehmens (mehr dazu im Abschnitt zu Team und SSO). Untersuchungen gehören zum kostenpflichtigen Produkt: Das Konto braucht einen aktiven Plan oder eine laufende Testphase. Fehlt beides, sagt der Tab das klar und deutlich.
Was als Link zählt
Die Erweiterung prüft genau, was sie startet: Ein Fehlklick oder ein falsch eingefügter Text soll nicht gleich eine sinnlose Untersuchung auslösen. Akzeptiert werden:
- Vollständige Adressen, die mit http:// oder https:// beginnen
- Domains ohne Schema wie example-shop.com; Guard.ch nimmt dafür automatisch https:// an
- IP-Adressen und localhost, mit oder ohne Portnummer
- Markierter Text, der eines dieser Formate ergibt; führende und nachfolgende Leerzeichen werden dabei automatisch entfernt
Im Team ausrollen
Die IT rollt die Erweiterung per Richtlinie über die zentrale Geräteverwaltung von Brave aus, ganz ohne Zutun der einzelnen Nutzer. Dieselbe Richtlinie liefert gleich den Workspace-Anmeldenamen mit. Ab dann läuft jeder Start auf einem verwalteten Gerät über die Microsoft-Anmeldung des Unternehmens: Wer schon eine aktive Microsoft-Sitzung hat, sieht kein Anmeldeformular. Selbst wer die Guard.ch-Anmeldung direkt aufruft, wird dann still angemeldet. Neue Teammitglieder bekommen ihr Guard.ch-Konto bei der ersten Anmeldung automatisch angelegt.
Die genauen Rollout-Schritte für jeden Browser und jedes Verwaltungstool findest du in deinen Workspace-Einstellungen, im Abschnitt «Erweiterungen konfigurieren». Der SSO-Mechanismus dahinter hat eine eigene Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ohne IT-Abteilung: Öffne das Menü des Symbolleisten-Popups, wähle Workspace SSO und trage den Workspace-Anmeldenamen von Hand ein. Ein per Richtlinie verteilter Wert überschreibt dabei immer einen von Hand eingetragenen. Das Popup zeigt ihn dann nur noch schreibgeschützt an.
Private Fenster
Die Erweiterung ist standardmässig von privaten Fenstern in Brave ausgeschlossen. Der Rechtsklick-Eintrag fehlt dort zunächst. Öffne brave://extensions, klicke bei Guard.ch Companion auf Details und schalte die Option für private Fenster ein. Eine Ausnahme lässt sich nicht umgehen: Läuft ein privates Fenster über Tor, blockiert Brave dort grundsätzlich jede Erweiterung. Starte Untersuchungen in diesem Fall aus einem normalen Fenster. Unabhängig davon gilt: Jedes Browserprofil installiert die Erweiterung separat.
Was sie kann und was nicht
Die Erweiterung hat keine Berechtigung, Seiten zu lesen, die du besuchst. Sie wird nur aktiv, wenn du sie aufrufst, und nur für genau den Link oder die Seite, für die du sie aufgerufen hast. Ihre Berechtigungsliste ist kurz und unspektakulär: Rechtsklick-Menü, Benachrichtigungen (nur für ihre zwei Fehlermeldungen), kurzzeitiger Zugriff auf den aktiven Tab im Moment des Tastenkürzels und lokaler Speicher für ihre einzige Einstellung, den optionalen Workspace-Anmeldenamen.
Die Untersuchung läuft vollständig in unserer Cloud. Die verdächtige Seite lädt nie in deinem eigenen Brave. Nichts wird auf deinen Rechner heruntergeladen. Die Erweiterung kontaktiert von sich aus keinen einzigen Dienst: keine Analytics, keine eigenen Anfragen. Die einzige Netzwerkaktion, die sie je ausführt, ist das Öffnen eines Guard.ch-Tabs.
- Kompatibel mit
- Brave
- Installation
- Chrome Web Store, kostenlos (Brave ist Chromium-basiert)
- Berechtigungen
- Rechtsklick-Menü, Benachrichtigungen, Zugriff auf den aktiven Tab nur bei Aufruf, eine gespeicherte Einstellung
- Sprachen
- Deutsch und Englisch, folgt automatisch der Spracheinstellung des Browsers
- Netzwerkaufrufe
- Keine eigenen, ausser dem Öffnen von Guard.ch-Tabs
- Läuft
- Im Wegwerf-Browser in unserer Cloud, nie auf deinem eigenen Gerät
Fehler beheben
Für fast jedes Problem mit der Erweiterung gibt es eine Antwort in einem Satz:
«Das ist keine Adresse, die Guard.ch öffnen kann.» Der Start wird abgelehnt, bevor überhaupt ein Tab öffnet: Der Text, den du per Rechtsklick ausgewählt oder ins Eingabefeld eingefügt hast, lässt sich nicht als Adresse lesen. Akzeptiert werden vollständige Adressen, Domains ohne Schema, IP-Adressen und localhost. Alles andere wird abgewiesen. Meist steckt ein zusätzliches Wort in der Auswahl.
«In diesem Tab gibt es nichts zu untersuchen.» Das Tastenkürzel braucht eine tatsächlich geladene Seite im aktiven Tab: Ein leerer neuer Tab oder eine interne Browserseite hat nichts zum Übergeben. Nutze stattdessen das Symbolleisten-Popup.
Der Rechtsklick-Eintrag fehlt Drei übliche Gründe: ein privates Fenster ohne aktivierte Freigabe (siehe oben), ein anderes Browserprofil (jedes Profil installiert separat), oder ein verwalteter Firmenbrowser, dessen Richtlinie Store-Installationen ganz blockiert. Dort rollt die IT die Erweiterung stattdessen zentral aus.
Das Tastenkürzel tut nichts Entweder hat eine andere Erweiterung die Tastenkombination Strg+Umschalt+G bereits belegt, oder das Kürzel wurde entfernt. Unter brave://extensions/shortcuts siehst du, wem welche Taste gehört, und kannst sie neu belegen.
Der Tab landet auf einem Anmeldebildschirm Normal, wenn du abgemeldet bist: einmal anmelden, dann neu starten. Auf einem verwalteten Firmengerät sollte das nicht passieren. Wenn doch, stimmt meist der per IT verteilte Workspace-Anmeldename nicht mit dem echten Anmeldenamen des Workspaces überein. Der Rollout-Assistent im Dashboard zeigt den korrekten Wert.
Der Tab zeigt einen Upgrade-Bildschirm Das Konto ist angemeldet, hat aber keinen aktiven Plan und keine laufende Testphase. Ein Start über die Erweiterung gehört zum kostenpflichtigen Produkt. Starte die Testphase oder bitte den Workspace-Manager um einen Platz.
Weitere Wege hinein
Ganz gleich, über welchen Einstiegspunkt ein Link bei Guard.ch ankommt: Er durchläuft dieselbe Erfassung und landet im selben Bericht. Weitere Wege hinein findest du auf der Integrationsseite. Was eine Untersuchung dabei genau erfasst, steht auf der Produktseite.